Das Klima in Neuseeland lässt sich als äußerst komplex und vielschichtig beschreiben. so reicht das Klima von subtropischen Einflüssen im Norden des Landes bis hin zu sehr kalten Temperaturen im Süden des Landes und den Höhenlagen.
Interessant ist vor allem die Vielseitigkeit des Wetters in Neuseeland, so können sich innerhalb von wenigen Kilometern ganz unterschiedliche Bedingungen vorfinden. Die Westküste der Südinsel ist die Region mit den meisten Niederschlägen in ganz Neuseeland, im Gegensatz dazu steht die gerade einmal 100 Kilometer entfernt liegende trockenste Region von Neuseeland.
In den meisten Regionen von Neuseeland herrscht eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 600 mm bis 1600 mm, wobei während des neuseeländischen Sommers eine kurze Trockenperiode herrscht. In den nördlichen und zentralen Regionen fällt mehr Regen im Winter als im Sommer, im Süden ist der Winter hingegen sehr regenarm.
Die durchschnittlichen Temperaturen im Süden von Neuseeland liegen bei 10°C im Norden hingegen liegt die durchschnittliche Temperatur bei 16°C. Der kälteste Monat ist unter normalen Umständen der Juli, die wärmsten Temperaturen werden in den Monaten Januar und Februar erreicht. Interessant hierbei ist der Fakt, dass in den meisten Gebieten die Temperaturen zwischen Sommer und Winter nur gering schwanken.
Die Sonnenscheindauer liegt in den meisten Bereichen von Neuseeland bei mehr als 2000 Sonnenstunden, vor allem während der Mittagsstunden sollte auf alle Fälle reichend UV Schutz aufgetragen werden, um sich vor der Sonneneinstrahlung einigermaßen schützen zu können. Diese hohe UV Belastung sieht sich in vielen Regionen Neuseelands hinein bis in den neuseeländischen Herbst.
Für Wintersport bieten sich vor allem in den Mittelgebirgen der beiden Inseln an, die Skigebiete in Neuseeland sind relativ schneesicher in den Monaten Juli und August. In den restlichen Landesteilen fällt nur sehr selten Schnee, auch Frost ist während des neuseeländischen Winters eher die Ausnahme.
Viele Menschen spielen mit dem Gedanken nach Neuseeland auszuwandern, da sie damit auch gleichzeitig eine Verbesserung ihrer eigenen Position gleichsetzen. Wichtig wenn man plant nach Neuseeland auszuwandern ist es, dass nicht zu blauäugig an die gesamte Aktion herangegangen wird. Sprich es sollte gut durchdacht sein, damit nicht nach einigen Monaten in Neusseland, der Entschluss gefasst werden muss, dass man wieder zurück nach Deutschland ziehen muss.
Richtig auswandern bedeutet daher, dass man auf alle Fälle einen Experten mit ins Boot holen sollte, der einem beratend zur Seite steht. In Neuseeland finden sich eine Reihe solcher Personen, die in der Regel auch Anwalt sind und somit viele rechtliche Frage gleich mit beantworten können. Auch sollten sie sich kritisch mit ihren Sprachkenntnissen auseinandersetzen, so sucht Neuseeland zwar auf dem gesamten Globus nach neuen Mitbewohnern, aber es werden auch einige Anforderungen gestellt. Sollten sie jedoch über eine entsprechende Ausbildung verfügen, die in Neuseeland dringend benötigt wird, haben sie ihr Visa und Arbeitserlaubnis schon so gut wie in der Tasche.
Natürlich kann es auch nicht schaden, wenn sie sich für ihr Abenteuer Auswandern, einige Rücklagen zurückgelegt haben. Dieses Geld wird ihnen vor allem in er Anfangszeit enorme Dienste leisten, selbst wenn sie nicht direkt einen Job in Neuseeland finden, haben sie zumindest eine finanzielle Sicherheit. Ob sie nun 25 oder 50 Jahre alt sind spielt dabei noch nicht einmal so eine große Rolle, im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung bei uns, wird die Erfahrung von älteren Menschen in Neuseeland geschätz.
Vor allem Dank Peter Jackson gehört Neuseeland seit einigen Jahren zu den gefragtesten Drehorten für Kinofilme. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich rund um Wellington eine Reihe von Produktionsfirmen angesiedelt haben. Daneben findet sich auch viel weitere Infrastruktur, sodass auch sehr große Filme mit einem Budget von mehr als 100 Millionen Dollar realisiert werden können. In der letzten Zeit werden auch immer mehr Aufträge, im Bereich der Trickanimation und Spezialeffekte nach Neuseeland vergeben.
Nicht vergessen werden sollten an dieser Stellen die vielfältigen Möglichkeiten grandiose Naturlandschaften, für Filmzwecke zu verwenden. Von Bergen, Vulkanen, Wäldern bis hin zu traumhaften Stränden hat Neuseeland für jede Kulisse passende Szenenbilder zu bieten.
Zu den bekanntesten Filmen die in den letzten Jahren in Neuseeland gedreht wurden gehören:
Herr der Ringe Triologie (Die Gefährten, Die zwei Türme, Die Rückkehr des Königs) aus den Jahren 2001 bis 2003.
Die Neuverfilmung von King Kong aus dem Jahr 2005.
Die Chroniken von Narnia (Der König von Narnia, Prinz Kaspian von Narnia) aus den Jahren 2005 und 2008.
Last Samurai mit Tom Cruise aus dem Jahr 2003.
Hinzu kommen noch unzählige weitere Filme, in denen zumindest Szenen auf einer der beiden neuseeländischen Inseln gedreht wurden.
Zwar ist man in Neuseeland immer noch auf der Suche nach jungen Talenten und Facharbeitern, die es auf den beiden Inseln kaum gibt. Trotzdem kühlt die Wirtschaft in Neuseeland in den letzten Monaten enorm ab, dies wird an der schwachen Konjunktur und der damit verbundenen Senkung des Leitzins, durch die neuseeländische Zentralbank in Auckland deutlich. Sehr kämpfen hat auch der Kiwi-Dollar, der sich gegen andere große Währungen, zur Zeit nicht wirklich behaupten kann.
Auf der anderen Seite ist durch den schwachen Neuseeland-Dollar, zur Zeit eine Reise nach Neuseeland bzw. das Leben dort im Vergleich zu vorherigen Zeiten deutlich günstiger. Auch in den nächsten Monaten ist keine Entwicklung in die andere Richtung zu erkennen, sodass schon einmal der nächste Sommerurlaub in Neuseeland, während unseres europäischen Winters geplant werden kann.
Innerhalb eines Jahres hat sich der Umrechnungskurs Neuseeland Dollar / Euro positiv für den Euro entwickelt. So bekam man Mitte des Jahres 2007 für 1 Euro nur 1,73 Neuseeland Dollar, Mitte des Jahrs 2008 hingegen lag der Umrechnungskurs für 1 Euro (EUR) bei 2,10 Neuseeland Dollar (NZD).
Es ist schon erstaunlich, wenn man sich einmal die wirtschaftlichen Zahlen von Neuseeland anschaut. So gilt Neuseeland in unseren Breiten besonders aufgrund der vielen Jobangebote als ein bevorzugtes Land zum auswandern. Aber schaut man nun einmal genauer auf die Werte, lässt sich schnell feststellen, dass etwa 50 Prozenz der Wirtschaft in Neuseeland von der Landwirtschaft getragen werden. Genau hier liegt auch das Problem, da die landwirtschaftlichen Produkte nicht mehr so die Exportschlager sind, wie es in den letzten Jahrzehnten der Fall war.
Viele Europäer stößt es bitter auf, dass alltägliche Produkte wie Fleisch oder Butter aus Neuseeland importiert werden müssen und erheblich zur Verschmutzung des Erdballs beitragen. Auf der anderen Seite haben die Neuseeländer mit den immer höher steigenden Ölpreisen zu kämpfen, die auch noch das letzte Stück der Rendite auffressen.
Genau an diesem Punkt versucht jetzt der neuseeländische Staat regulatorisch Einfluss zu nehmen, damit die Betriebe umweltfreundlicher werden und effizienter arbeiten. In diesem Wandlungsprozess gehen viele kleine Betriebe verloren und werden von großen Agrabetrieben aufgekauft, welche seit einigen Jahren die Landwirtschaft in Neuseeland dominieren. Hier setzt auch wieder der Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland an, ohne die Neuseeland in den folgenden Jahrzehnten weiter an internationaler Bedeutung verlieren wird.
Daher wundert es nicht, dass die Regierung in Auckland zur Zeit plant, neue Steurvorteile zu schaffen, um endlich mehr dringend benötigte Talente aus dem Ausland, für Neuseeland begeistern zu können.
Das in Australien viele leckere und bekannte Weine angebaut werden, hat sich in den letzten Jahren ja bereits bis zu uns herumgesprochen. Nun drängt aber auch immer mehr der nördliche Nachbar Neuseeland mit ins Weingeschäft und bietet eine Reihe von vorzüglichen Produkten an.
Seit etwa 200 Jahren wird auf der neuseeländischen Nord- und südinsel Wein angebaut. Zwar zu großen Teilen nur zum Eigenverbrauch in Neuseeland, aber seit dem die beiden Hauptinseln nach guten Reblagen abgesucht wurden, wird auch immer mehr Wein exportiert.
Große Teile der Rebflächen sind mit der Sorte Müller-Thurgau besetzt, aus der sich ein zarter Tropfen Wein gewinnen lässt. Besonders durch den Mix verschiedenener Weinsorten aus Europa, wird versucht ein passendes und absatzstarkes Produkt zu entwickeln.
Besonders durch die hevorragenden klimatischen Voraussetzungen ist davon auszugehen, dass der Weinanbau in Neuseeland auch zukünftig stark anziehen wird. Kenner sollten vor allem ein Auge auf die leckeren Weißweine legen, welche säurebetont und extraktreich sind.
Zur Zeit verteilen sich auf die Fläche von Neuseeland etwa 2000 Weinbaubetriebe, mit einer bewirtschafteten Fläche von 7000 Hektar und einem jährlichen Weinertrag von 600000 Hektoliter.
Seit einigen Jahren kommt es immer mehr in Mode, nicht nur edle Weine zu trinken, viel mehr sind viele Menschen nun auch auf der Suche nach exotischen Mineralwässern aus aller Welt (Fidschi, Island, Südafrika) . Das hierbei Preise von bis zu 60 Euro und mehr pro Flasche gezahlt werden, ist nur ein Nebeneffekt, der durch die Exotik der Flasche mehr als weggemacht wird.
Natürlich steht auch Neuseeland im Angebot eines solchen Wassers nicht hinterher. Vor allem Freunde und Fans von Neuseeland, haben nun auch die Möglichkeit in Deutschland exklusives Vulkanmineralwasser zu erwerben. Dabei handelt es sich um Wasser der Marke Weta, welches aus einer im Jahr 1860 entdeckten Quelle im nördlichen vulkanischen Hochplateau gefördert wird.
Besonders exklusiv ist sicherlich die Gestaltung der Falsche, eher an dem Design einer Sektflasche angelegt, ist die Flasche grün verdunkelt und mit einem Kronkorken verschlossen. Somit bietet sich das stille Mineralwasser aus Neuseeland auch gut als Dekorationsmittel in jeder Hausbar an. Zum normalen alltäglichen Trinkgenuss, sind die etwa 8 Euro je 750 ml Flasche wohl etwas übertrieben.
Bedingt dadurch das Neuseeland auf der anderen Seite unseres grünen Erdball lokalisiert ist, sehen die optimalen Reisezeiten für Neuseeland auch etwas anders aus. So sind die Jahreszeiten im Vergleich zu unseren Breitengraden absolut gegensätzlich. Sprich während unserer Sommerzeit herrscht in Neuseeland Winter und entsprechend in unserer Winterzeit herrscht in Neuseeland Sommer.
Wer sich eher für einen Sommerurlaub in Neuseeland interessiert, sollte sich daher einen Reisetermin in den Monaten Dezember, Januar, Februar oder März aussuchen. Während dieser Zeit herrschen auf den beiden Inseln angenehme Temperaturen in einem durchschnittlichen Bereich von 20-25°C, welche zum Badespaß am Pazifischen Ozean einladen. Auch lassen sich bei solchen “Wohlfühl” Temperaturen tolle Touren, durch das landschaftlich äußerst vielseitige neuseeländische Hinterland unternehmen.
Auf der anderen Seite steht die neuseeländische Winterzeit, besonders beliebt ist es Wintersport in Neuseeland zu betreiben. Sowohl Anfänger als auch Profis finden hervorragende Pistenbedingungen vor.
Während der restlichen Zeit des Jahres bieten sich vor allem Erlebnisreisen an, besonders beliebt seit einigen Jahren sind Zugreisen durch Neuseeland, auf diesen Fahrten lässt sich das Land auf eine ganz neue Perspektive kennen lernen. Allgemein sollte aber für eine Reise nach Neuseeland mindestens eine Zeit von zwei besser drei Wochen eingeplant werden, damit die lange An- und Abfahrt halbwegs kompensiert werden kann.
Neuseeland bietet sowohl auf der Nordinsel, als auch auf der Südinsel zahlreiche Berge die in Höhen von mehr als 3.000 Metern gehen und sich sowohl zum Bergsteigen, Trekking und Skifahren eignen. Neben einzelnen Erhöhungen ziehen sich durch die beiden Teile Neuseelands massive Gebirgszüge, die die Inseln teilen.
01: Mount Cook - 3754 m - Südinsel
02: Mount Tasman - 3498 m -Südinsel
03: Mount Sefton - 3157 m - Südinsel
04: Mount Elie de Beaumont - 3117 m -Südinsel
05: Mount Aspiring - 3030 m - Südinsel
Besonders bei diesen Gipfeln mit mehr als 3.000 Meter Höhe kann von bergsteigerischen Herausforderungen gesprochen werden. So ist meist der Anmarsch zum Fuss des Berges äußerst beschwerlich und die wechselhaften Wetterbedingungen, lassen im Jahr meist nur wenige Tage zu, um an einem dieser Berge einen Gipfelerfolg zu erzielen.
Neuseeland verfügt über eine Vielzahl an Flüssen und Seen, was auf den ersten Blick für eine Insel eher ungewöhnlich erscheinen mag. Wenn man sich nun aber einmal die Gebirge und Gletscher im Inland der Nord- und Südinsel anschaut, wird einem schnell deutlich, woher das ganze Süßwasser kommt, welches die Seen und Flüsse speist.
Die größten Flüsse in Neuseeland:
01: Waikato River - 425 km - Nordinsel
02: Whanganui River - 290 km - Nordinsel
03: Mataura River - 240km - Südinsel
04: Waitaki River - 110 km - Südinsel
Viele Flüsse sind beschiffbar, zum Teil werden Raftingtouren angeboten, oder einfach nur Bootstouren bei denen die Landschaft vom Wasser besichtigt werden kann.
Die größten Seen von Neuseeland:
01: Tauposee - 616 km² - Nordinsel
02: Lake Te Anau - 344 km² - Südinsel
03: Lake Wakatipu - 291 km² - Südinsel
04: Lake Wanaka - 192 km² - Südinsel
05: Lake Hawea - 142 km² - Südinsel
06: Lake Manapouri - 142 km² - Südinsel
07: Lake Tekapo - 83 km² -Südinsel
08: Lake Pukaki - 80 km² - Südinsel
09: Lake Rotorua - 80 km² - Nordinsel
10: Lake Wairarapa - 78 km² - Nordinsel
11: Lake Ohau - 52 km² - Südinsel
Viele dieser Seen wurden in den letzten Jahren zu Erholungsgebieten ausgebaut, die je nach Größe für verschiedene Wassersportarten geeignet sind.