Auf der neuseeländischen Südinsel gelegen, hat sich Greymouth vor allem aufgrund der ausgezeichneten Möglichkeiten Zugang zur See- und Bergwelt zu erlangen einen guten Namen unter Touristen gemacht, die sich während ihres Urlaubs mit der Natur beschäftigen möchten. Interessant ist sicherlich die Möglichkeit hier eine tolle Kombination aus Süsswasser (Dank des Frey Rivers), dem Meer und den Südlichen Alpen zu erleben.
Die Stadt an sich bietet ihren Besuchern keine besonderen Highlights, eignet sich aber besonders dazu, sich für Touren mit Ausrüstung zu rüsten und somit perfekt vorbereitet zu sein, wenn es auf mehrtägigen Touren durch die Natur geht. Auch führt durch Greymouth die Autoroute 6, die entlang des gesamten westlichen Abschnitts der Südinsel entlang führt und sich wunderbar dazu eignet diese Insel einmal näher zu erforschen.
In Greymouth sind eine Reihe von Agenturen angesiedelt, die Trekkingtouren und Bergsteigtouren in diversen Schwierigkeitsgraden anbieten. So sind auch längere Touren möglich, da die umliegenden Gebiete mit Schutzhütten ausgestattet sind, in denen Übernachtungen möglich sind.
Auf der anderen Seite ist Greymouth auch Anlaufpunkt der neuseeländischen Eisenbahn, unter dem Namen TranzAlpine bekannt, hat sich diese Linie in den letzten Jahren enorm entwickelt und erfreut sich großer Beliebtheit. Auch ist die Linie eine gute Möglichkeit von Osten nach Westen in dem Fall Christchurch zu erreichen.
Neuseeland bietet sowohl auf der Nordinsel, als auch auf der Südinsel zahlreiche Berge die in Höhen von mehr als 3.000 Metern gehen und sich sowohl zum Bergsteigen, Trekking und Skifahren eignen. Neben einzelnen Erhöhungen ziehen sich durch die beiden Teile Neuseelands massive Gebirgszüge, die die Inseln teilen.
01: Mount Cook - 3754 m - Südinsel
02: Mount Tasman - 3498 m -Südinsel
03: Mount Sefton - 3157 m - Südinsel
04: Mount Elie de Beaumont - 3117 m -Südinsel
05: Mount Aspiring - 3030 m - Südinsel
Besonders bei diesen Gipfeln mit mehr als 3.000 Meter Höhe kann von bergsteigerischen Herausforderungen gesprochen werden. So ist meist der Anmarsch zum Fuss des Berges äußerst beschwerlich und die wechselhaften Wetterbedingungen, lassen im Jahr meist nur wenige Tage zu, um an einem dieser Berge einen Gipfelerfolg zu erzielen.
Neuseeland verfügt über eine Vielzahl an Flüssen und Seen, was auf den ersten Blick für eine Insel eher ungewöhnlich erscheinen mag. Wenn man sich nun aber einmal die Gebirge und Gletscher im Inland der Nord- und Südinsel anschaut, wird einem schnell deutlich, woher das ganze Süßwasser kommt, welches die Seen und Flüsse speist.
Die größten Flüsse in Neuseeland:
01: Waikato River - 425 km - Nordinsel
02: Whanganui River - 290 km - Nordinsel
03: Mataura River - 240km - Südinsel
04: Waitaki River - 110 km - Südinsel
Viele Flüsse sind beschiffbar, zum Teil werden Raftingtouren angeboten, oder einfach nur Bootstouren bei denen die Landschaft vom Wasser besichtigt werden kann.
Die größten Seen von Neuseeland:
01: Tauposee - 616 km² - Nordinsel
02: Lake Te Anau - 344 km² - Südinsel
03: Lake Wakatipu - 291 km² - Südinsel
04: Lake Wanaka - 192 km² - Südinsel
05: Lake Hawea - 142 km² - Südinsel
06: Lake Manapouri - 142 km² - Südinsel
07: Lake Tekapo - 83 km² -Südinsel
08: Lake Pukaki - 80 km² - Südinsel
09: Lake Rotorua - 80 km² - Nordinsel
10: Lake Wairarapa - 78 km² - Nordinsel
11: Lake Ohau - 52 km² - Südinsel
Viele dieser Seen wurden in den letzten Jahren zu Erholungsgebieten ausgebaut, die je nach Größe für verschiedene Wassersportarten geeignet sind.
Mit einer Höhe von 3.754 Metern ist der Mount Cook der höchste Berg Neuseelands und gleichzeitig eine der großen bergsteigerischen Herausforderungen, auf unserem Planeten. So ist die Höhe von gerade einmal 3.754 Metern im Vergleich zu den Erhebungen in Asien eher mickrig, aber bedingt durch die Abgeschiedenheit und das schlechte Wetter am Gipfel, erreichen jedes Jahr nur wenige Bergsteiger den Gipfelerfolg. So war es in den letzten Jahren sogar öfters der Fall, dass aufgrund der Wetterverhältnisse keine erfolgreiche Besteigung vermeldet werden konnte.
Wer sich auf dieses Abenteuer einlassen möchte und plant den Mount Cook zu besteigen, sollte auf alle Fälle über ein gut geführtes Tourenbuch verfügen, in dem auch Expeditionen mit Klettern in Fels und Firn enthalten ist. Zur eigenen Sicherheit sollte ein ortskundiger Bergführer für den Besteigungsversuch gemietet werden, da nur diese Menschen die Wetterverhältnisse am Mount Cook richtig einschätzen können. Neben diesen Basisdaten, sollte man sich auch über den finanziellen Kraftakt bewußt sein, die solch ein Abenteuer bedeutet - hier bewegt man sich schnell in einem Bereich von 1.5000- 20.000 Euro pro Person ohne eine Garantie auf den Gipfelerfolg.
Aber nicht nur für Bergsteiger die den Mount Cook erklimmen wollen, lohnt eine Reise in den Mount Cook National Park. Zahlreiche atemberaubende Naturlandschaften in Form von Gletschern, Fjorden und Wäldern lassen sich auf mehrtägigen Touren entdecken. Neben der Möglichkeit zum Camping, wurden in den letzten Jahren auch eine Reihe von Schutzhütten errichtet, die eine warme und sichere Übernachtungsmöglichkeit bieten.
Wenn man an die Tierwelt von Neuseeland denkt, fallen einem in erster Linie Vögel ein, die auf den beiden Insel sehr artenreich vorkommen.
so steht hier an erster Stelle sicherlich das neuseeländischen Nationaltier Kiwi, der von vielen Menschen als das Symbol von Neuseeland angesehen wird. Dabei ist mit dem Kiwi auch eine traurige Geschichte verbunden, vom aussterben bedroht leben selbst in Neuseeland nur noch sehr wenige Exemplare dieses flugunfähigen Tieres.
Weitere sehr seltene Vogelarten, die nur auf Neuseeland zu finden sind ist der Kakapo. Der Kakapo ist der größte Papagei auf unserem Planeten, ist aber nicht flugfähig, sprich er muss sich auf Sträucher und Bäume hinaufhangeln. Mit gerade einmal 100 noch lebenden Exemplaren gehört der Kakapo zu einer der seltensten Tierarten - erst in den letzten Jahren wurde auf Neuseeland erkannt, dass dieses einmalige Tier / Vogel erhalten werden sollte. Durch Etaterhöhungen und dem Schutz der natürlichen Umgebung des Kakap, konnte der Bestand der Tiere in den letzten Jahren von 20 auf etwa 80 Vögel erhöht werden. Trotzdem ist die Situation mehr als kritisch, da die Tiere extrem wählerisch bei den Voraussetzungen ihrer Brutreviere sind und dadurch nicht jedes Jahr für Nachkommen sorgen.
Etwas anders sieht die Situation beim Kea aus, dem Menschen nicht gerade sehr ängstlich gegenüber - lässt sich dieser Vogel sowohl auf der Nord- als auch auf der Südinsel beobachten. Auf speziellen Touren, die in vielen neuseeländischen Städten angeboten werden - kann dieser Vogel näher betrachtet werden.